| Die Wohltätigkeit
Matthäus 6,1-4
Habt acht, daß ihr eure Gerechtigkeit nicht übt vor den Menschen, um von ihnen gesehen zu werden; sonst habt ihr keinen Lohn bei eurem Vater, der in den Himmeln ist. Wenn du nun Almosen gibst, sollst du nicht vor dir her posaunen lassen, wie die Heuchler tun in den Synagogen und auf den Straßen, damit sie von den Menschen geehrt werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin. Wenn du aber Almosen gibst, so soll deine Linke nicht wissen, was deine Rechte tut; damit dein Almosen im Verborgenen sei, und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird dir vergelten.
Die Juden praktizierten ihren Glauben durch drei Arten von Trainings: Wohltätigkeit, Gebet und Fasten. Diese Trainings waren sehr wichtige Methoden für sie, um Frömmigkeit zu erreichen. Aber Jesus hebt Probleme hervor, die aufkommen könnten, wenn die Gläubigen diese Glaubenstrainings ausüben. Wenn wir die Worte von Jesus hören, sollten wir diese Glaubenstrainings richtig anwenden.
Das erste, was Jesus missfiel, war die Wohltätigkeit, bei der man eine Gegenleistung erwartet. Jesus sagte.
Wenn wir gerechte Taten tun, gibt es gewiss eine Belohnung. Aber wenn wir sie nur machen, um von den Menschen gesehen u werden, dann kann Gott uns keine Belohnung geben, denn das Motiv ist falsch. Jesus erklärte vor zweitausend Jahren, dass diejenigen, die anderen helfen wollen, keine Belohnung im Gegenzug erwarten sollten. Wenn man jemandem hilft und dabei etwas erwartet, dann ist es keine wahre Wohltätigkeit.
Wenn wir den Menschen helfen, müssen wir prüfen, ob wir die gleichen falschen Motive haben. Wir müssen überprüfen, was für ein Herz wir haben, wenn wir Wohltätigkeit ausüben. Es ist dasselbe in unserem täglichen Glaubensleben. Wir dürfen nicht nur glauben, weil wir gesegnet werden wollen. Natürlich wird man Belohnungen und Segen bekommen, wenn man den Glaubensweg geht, aber wenn man den Glaubensweg nur geht, weil man Segen erwartet, dann besteht die Gefahr, dass dieser Glaube abweicht. Nur eine Belohnung zu erwarten ist kein wahrer Glaube.
Dieser Teil der Seligpreisungen von Jesus enthält das Gericht. Wir müssen sicherstellen, dass unser Glaube nicht nur eine Belohnung erwartet. Gott möchte nicht, dass wir so etwas praktizieren. Es ist nicht schön, jemanden zu sehen, der sich seiner Taten rühmt. Es ist überhaupt nicht schön. Und doch verhalten wir uns oft so. Es ist wichtig, dass wir das auf unserem Glaubenweg korrigieren. Jesus sagte: Lasst eure Gerechtigkeit nicht vor den Menschen sehen oder weil ihr eine Belohnung wollt. Wir dürfen nicht Menschen werden, die gute Taten mit einem falschen Motiv ausüben.
Apostolos Campus Ministry
Anleitung fürs Fasten
Matthäus 6,16-18
Wenn ihr aber fastet, so seht nicht düster aus wie die Heuchler; denn sie verstellen ihre Gesichter, damit sie den Menschen als Fastende erscheinen. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin. Wenn du aber fastest, so salbe dein Haupt und wasche dein Gesicht, damit du nicht den Menschen als ein Fastender erscheinst, sondern deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird dir vergelten.
Sieh nicht düster aus
Als dritte Frömmigkeit und geistiges Training sprach Jesus über das Fasten. Fasten ist ein Ausdruck des Glaubensbekenntnisses. Um nur von Gott abhängig zu sein (und von der geistigen Nahrung der Gnade), fasten die Gläubigen auf ihrem Glaubensweg. Es ist ein Ausdruck des Glaubens, bei dem man zeigt, dass man das ganze sündhafte Leben der Vergangenheit durch den Tod (Fasten) verlassen will und ein neues Leben führen will.
Die Juden fasteten fortlaufend und hielten die Frömmigkeit ihres Glaubens. Aber als Jesus sah, wie scheinheilig die Juden fasteten, wies Er sie zurecht, indem Er sagte, dass sie nicht düster aussehen sollten wie die Scheinheiligen.
Wenn die Juden fasteten, zerrissen sie ihre Kleider und bedeckten sich mit Asche. Die Asche symbolisiert eine Misere. Asche über dem ganzen Körper schafft ein elendes Aussehen. Die Juden fasteten, um zu sagen, bitte vergib diesem Elenden. Je trauriger man aussah, umso ernsthafter sahen die Juden das Fasten an.
Aber Jesus sagte, wenn man fastet, sollte man nicht elend aussehen. Oft fasteten die Juden nicht, um vor Gott zu bereuen und zu Ihm zurückzukehren, sondern eher um vor den Menschen gut dazustehen. Das Fasten wurde scheinheilig, da sie nur auf die Leute fokussierten, um zu zeigen, wir ernsthaft sie waren. Jesus gebot, dass man nicht fasten solle, um den Menschen eine elende Erscheinung zu zeigen. Denn wenn man scheinheilig fastet, dann verliert das wahre Fasten seine Bedeutung und seinen Wert.
Bekomme deinen Lohn vom Himmel
Es ist unangenehm, um einen Menschen herum zu sein, der fastet und sagt, dass es überhaupt nicht schwierig ist. Die Gläubigen fasten, um die schamvollen Sünden und Fehler auf ihrem Glaubensweg abzulegen. Aber wenn jemand fastet, um sich zu rühmen, dann ist das kein Fasten mit richtigem Fundament. Jesus sagte, dass sie ihren Lohn voll erhalten hätten. Aber Jesus sagte, dass man sich den Kopf salben und das Gesicht waschen solle, wenn man fastet.
Wenn wir fasten, beten wir mit der folgenden Haltung: „Herr, ich weiss, dass Du in Deinem Herz verletzt bist, wenn Du mich hungern und leiden siehst, aber Gott, bitte sorge Dich nicht. Ich werde das mutig überwinden.“ Wenn wir diese Haltung haben, während wir fasten, wird Gott mit seinem verletzten Herz unser Fasten mit grösserer Freude annehmen.
Unser Fasten und Gebet sollten Gott trösten. Wenn wir das Fasten beendet haben, müssen wir darüber meditieren und Gott trösten, da Er uns geschützt und die ganze Zeit mit uns gelitten hat. Wir sollten das Herz Gottes erinnern, der wegen Seiner Liebe mit uns gelitten hat. Durch das Fasten müssen wir das Herz Gottes tief kennen und eine tiefere Beziehung mit Gott teilen.
Jesus sagte, dass Gott das sieht, was man im Verborgenen tut. Er wird uns mit Trost und Barmherzigkeit belohnen. Haben wir eine falsche Haltung in der Wohltätigkeit, im Gebet oder im Fasten? Jesus will, dass wir das tief in uns beobachten. Wenn wir die Frömmigkeit haben, die von einem aufrichtigen Herzen und Gedanken kommt, dann wird uns die wahre Kraft der Frömmigkeit offenbart. |