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Das Gemüt eines Ungläubigen -ein Artikel in drei Teilen

Säkularismus und Rationalismus – Teil 1
Pluralismus und Relativismus – Teil 2
Existentialismus, Materialismus und Pragmatismus – Teil 3

 

SÄKULARISMUS UND RATIONALISMUS
In unserer Kultur gibt es viele Philosophien und Denkensweisen. Einige davon bezeichnet man mit dem Begriff „Postmodernismus.“ Einige Teile dieser Philosophien sind absolut gegensätzlich zum Christentum. Zum Beispiel richtet sich der Säkularismus nach der Denkensweise der Kultur. Ein harmloses Beispiel des Säkularismus wäre: „Kauf so viel du willst“, aber ein destruktiver Aspekt des Säkularismus wird offensichtlich, wenn Gottes Wege aufgrund des modernen Denkens verleugnet werden, zum Beispiel: „Solange es nicht illegal ist, ist es okay.“ Wir Christen wissen, dass viele legale Handlungen in der Tat unethisch sind. Man darf legal andere betrügen oder ausnutzen. Scheidungen sind legal, aber biblisch verboten.
Jeder von uns wird mit diesen Philosophien konfrontiert. Aber nicht jeder Aspekt dieser Philosophien ist unchristlich. Zum Beispiel hebt der Existentialismus die Einzigartigkeit und den Wert des Individuums hervor. Die Bibel lehrt uns, dass Gott uns nach Seinem Ebenbild erschaffen hat. Ein anderes Beispiel ist der Pragmatismus. Wir könnten auf leichte Weise unethisch werden, wenn wir dem Motto „der Zweck heiligt die Mittel“ folgen. Auf der anderen Seite unterstreicht der Pragmatismus, wie wichtig es ist, einen wichtigen Zweck auf praktische Art zu erfüllen.
Während wir anerkennen, dass diese Philosophien Stärken besitzen, wollen wir uns die Schwächen ansehen, die Probleme in der Evangelisationsarbeit machen.
Während wir die Kraft des Verstands und die Notwendigkeit der Logik kennen, kämpft der Rationalismus gegen den Glauben. Der Christ muss wissen, dass alle Philosophien auf gewissen Annahmen beruhen, die zu Recht Glaubenssätze genannt werden könnten. Normalerweise weigert sich der Rationalist gegen den Glauben, da er ihn für unlogisch hält. Die Annahme aber ist, dass alle Wahrheit durch den Verstand erlangt werden kann. Das ist ein Glaubenssatz. Die Position des Rationalisten ist also widersprüchlich.
Der persönliche Zeuge kann dem Rationalisten folgendermassen antworten: „Der ganze Verstand muss auf dem Glauben basieren. Du glaubst, dass die Wahrheit durch den Verstand entdeckt werden kann. Ich stimme mit Dir überein und würde hinzufügen, dass die Wahrheit auch durch Gott, den Offenbarer der Wahrheit und des Verstandes entdeckt werden kann.“ Diese Antwort oder Taktik des Christen ebnet das Spielfeld. Wenn man einen gemeinsamen Boden gefunden hat, kann der Christ mit den Glaubensfragen beginnen. Der Christ drückt dann seinen Glauben an Jesus Christus aus, der uns offenbart, wie Gott ist.

PLURALISMUS UND RELATIVISMUS
In unserer westlichen modernen Gesellschaft gibt es zwei weitere vorherrschende Philosophien.
Eine normale Denkensweise von heute ist der Pluralismus, der die Vielfalt unter uns anerkennt. Eine Demokratie blüht dank der Vielfalt. Die Wahrheit ist, dass wir alle Individuen sind. Leider wird eine andere Form des Pluralismus ein Hindernis für den bezeugenden Christen.
Nennen wir diese Form von Pluralismus „dogmatischen Pluralismus.“ Diese Form des Pluralismus sieht die Vielfalt als die absolute Wahrheit. Der dogmatische Pluralist sieht einen Christen, der jemanden zur Veränderung ermutigt, als eine Verletzung der persönlichen Identität. „Wir kannst du es wagen, mich verändern zu wollen! Wer bist du?“ diese Form des Pluralismus sagt, dass es viele Wege zu Gott gibt, und die Anhänger davon wollen, dass alle Wege zu Gott als gleichwertig angesehen werden. Dem dogmatischen Pluralisten widerstrebt es, eine Methode einer anderen vorzuziehen, sondern alle müssen gleichwertig angesehen werden. Wenn der Christ mit einer Person zu diskutieren beginnt, die diese Philosophie verfolgt, wird der Konfliktpunkt folgender: „Jesus ist der einzige Weg zur Erlösung.“
Der Christ kann Erfolg haben, wenn er seine Position beibehält, dass Jesus der einzige Weg ist, während er der anderen Person die Freiheit lässt, eine andere Position inne zu halten. Wenn der Pluralist seiner Philosophie treu ist, wird er dir erlauben, deine Position zu bewahren, obwohl manchmal der Christ ihn daran erinnern muss. Der Christ erklärt, dass seine Position vom Wort von Jesus herkommt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater denn durch mich.“ (Johannes 14,6) Damit ein Christ ein treuer Nachfolger von Jesus sein kann, muss er so glauben wie Jesus. Jesus sagte, dass Er nur sprach, dass Gott Ihn geheissen hatte. (Johannes 17,8). Deswegen ist unsere Meinung nicht gegen die Sicht des Pluralisten, aber wir glauben was Jesus sagte, nämlich dass der Vater Ihn geheissen hatte.
Das stellt den Pluralisten gegen Jesus und Gott. Hier muss der Heilige Geist die Wahrheit lehren.
Der Relativist glaubt: „Alles ist relativ“, ausser diese eine Aussage, die absolut ist. Die Philosophie der Relativisten scheitert vorwiegend an ihrer eigenen grundlegenden Annahme. Die heutigen Relativisten fühlen sich aber nicht verpflichtet, sich dem Gesetz des Nicht-Widerspruchs zu unterwerfen. Das Gesetz des Nicht-Widerspruchs lehrt, dass zwei gegensätzliche Aussagen nicht beide wahr sein können. Entweder ist eine Aussage richtig und die andere falsch oder beide sind falsch. genauso wie sich die Pluralisten gegen die Christen stellen, da wir sagen, dass es nur einen Weg zu Gott gibt, stellen sich die Relativisten gegen unsere Ansicht, da diese zu engsichtig und richtend sei.
Relativisten und Pluralisten müssen aber beide aufgrund ihrer eigenen Philosophie zulassen, dass jeder eine eigene Meinung haben kann. Die Relativisten mögen unsere Position hassen, müssen aber unsere Ideen aufgrund ihrer eigenen Philosophie akzeptieren. Deswegen muss der Christ mit Güte, Liebenswürdigkeit und Ausdauer das Evangelium weiterhin predigen. Einmal mehr glauben wir, dass der Heilige Geist das Herz und Gemüt des Relativisten ändern wird.

EXISTENTIALISMUS, MATERIALISMUS UND PRAGMATISMUS
Hier behandeln wir die letzten drei vorherrschenden Philosophien der westlichen post-modernen Gesellschaft.
Der Existentialismus kann in drei Komponenten beschrieben werden: jede Person ist einzigartig; wir leben nur für den Moment; und die Wahrheit kennt man durch die innere, subjektive Erfahrung. Der Christ findet in jedem dieser Konzepte Zustimmung und Abneigung. Christen glauben auch, dass jede Person einzigartig ist, aber hüten sich davor, in Individualismus zu verfallen, in dem man dem Individuum wie einem Gott dient. Der Christ glaubt auch, dass jede Person hoch geschätzt werden muss und einzigartig ist, aber bleibt davon überzeugt, dass Gott mit allen Menschen zu tun hat. Der Christ sieht die Individualität einer Person in Zusammenhang mit Gottes Plan für die Menschheit. Der Christ stimmt damit überein, dass die Wahrheit durch die innere subjektive Erfahrung erkannt werden kann, weil der Heilige Geist in jedem Individuum drin wirkt. Die Wahrheit kann man subjektiv und objektiv erkennen. Gott verkehrt mit uns auf Arten, die sich ausserhalb von uns abspielen. Zum Beispiel kann eine Person sagen: „Ich glaube nicht an die Schwerkraft“, aber das ändert die objektive Wahrheit nicht, dass wenn er von einem Gebäude springt, die Schwerkraft seinen Glauben zerstören wird.
Der Christ anerkennt, dass der Existentialist eine Wahrheit lehrt. Aber die Schwäche des Existentialisten ist ein Problem für den Christen. Der Existentialist kümmert sich nicht um den Himmel und um das ewige Gericht, weil er nur für den Moment lebt. Der Existentialist widerstrebt Evangelisationsversuchen, weil er einzigartig ist und sich nicht der Meinung eines anderen unterwerfen will. Der Existentialist weigert sich gegen den Aufruf an die Bibel, weil er biblische Wahrheiten nicht annimmt, wenn er nicht fühlt, dass die Bibel ihm zustimmt.
Der Materialismus fokussiert auf die Anschaffung von Dingen. Der Materialismus konkurriert mit der Geistlichkeit. Was man sehen kann, wird höher geschätzt als was man nicht sehen kann. Der Christ, der von der geistlichen Welt spricht, schlägt eine alternative Weltansicht vor. Der Christ kann folgende Fragen stellen: „Nachdem du all dese Dinge bekommen hast, was kommt dann?“ oder: „Was glaubst du, passiert nach dem Tod? Glaubst du, dass Menschen nur Körper sind oder auch einen Geist haben?“ möglicherweise können wir ein Zeugnis geben, wie zum Beispiel: „Ich schätze das Materielle und das Vergnügen, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass sie mich leer lassen oder die Gier nach mehr wecken. Ist das nicht auch Deine Erfahrung?“
Der Pragmatismus glaubt, dass alles was richtig ist, getan werden soll. Alles was gute Resultate bringt, soll gefördert werden. Diese Philosophie kann leicht ein Ziel in Angriff nehmen, ohne die Mittel und den Weg bis dahin zu beachten. Ein anderes Bedenken im Pragmatismus liegt in unserer Unfähigkeit, die Zukunft vorauszusagen. Was jetzt als ein richtiges Ziel erscheinen mag, kann uns tatsächlich in die Irre führen. Das was in einem gewissen Umstand gute Resultate brachte, mag nicht auf andere Situationen anwendbar sein. während die Christen pragmatisch sein sollten, müssen wir die Limiten des Pragmatismus realisieren. Gott hat uns gewisse Ideale und ethische Prinzipien gegeben, nach welchen wir leben sollten. Wir müssen diese moralischen Prinzipien auf die Mittel und die Ziele, die wir verfolgen, anwenden.



 

 
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